Loslassen lernen: Ich will endlich loslassen, aber kann nicht – warum es so schwer ist und was hilft
Wie gerne würdest du Loslassen lernen statt Dinge festzuhalten, die dir nicht mehr gut tun.

Kennst du das?
Du sagst dir: „Ich will endlich loslassen.“ Vielleicht geht es um eine Beziehung, um eine alte Verletzung, um eine Enttäuschung.
Und trotzdem merkst du: du hältst fest. Egal, wie sehr du dir vornimmst, es klappt nicht.
Das fühlt sich an, als würde ein unsichtbares Band dich immer wieder zurückziehen.
Und genau hier liegt der Punkt: Loslassen ist nicht nur ein Wollen, es ist ein innerer Prozess.
Warum fällt Loslassen so schwer?
Loslassen lernen heißt Sicherheit aufgeben
Unser Gehirn liebt Vertrautes. Selbst Schmerz kann vertrauter wirken als Leere. Loslassen fühlt sich an wie Risiko.
Nicht loslassen können, weil Gefühle nicht durch sind
Manchmal stapeln sich Gefühle wie ungeöffnete Briefe. Du weißt: sie sind da, aber du hast sie noch nicht angeschaut.
Solange sie ungeöffnet bleiben, kann dein Inneres nicht „abheften“. Erst wenn du sie kurz fühlst – Trauer, Wut, Enttäuschung – kann dein System die Seite umblättern.
Loslassen scheitert an alten Programmen
„Halte fest, sonst bist du allein.“ – Solche alten Botschaften können tief gespeichert sein.
Loslassen lernen: 3 Schritte, die wirklich helfen
1. Anerkennen statt bekämpfen
Der erste Schritt ist nicht „weg mit dir“, sondern „ja, da ist es“. Kampf hält fest – Anerkennung öffnet die Tür.
2. Einen sicheren Raum schaffen
Loslassen passiert leichter, wenn du dich sicher fühlst. Ob durch einen ruhigen Ort, eine vertraute Person oder ein Ritual – dein System braucht Halt, um loslassen zu können.
3. Loslassen in kleinen Portionen üben
Du musst nicht sofort alles loslassen. Fang klein an: eine alte Nachricht löschen, ein Gedankenritual beenden, einen Gegenstand weglegen. So lernt dein Inneres: Es geht.
Mini-Übung: Dein 60-Sekunden-Loslassmoment
- Halt spüren
Setz dich hin, beide Füße auf den Boden. Atme tief ein. - Ausgleichen
- Wenn du festhältst, sich alles eng anfühlt: Beweg deine Arme, schüttel sie kurz aus.
- Wenn du aufgewühlt, impulsiv: Atme langsam ein, doppelt so lange aus.
- Symbolisch loslassen
Forme eine Faust, halte kurz. Dann öffne die Hand bewusst – stell dir vor, du lässt das Thema rausfallen.
Warum Loslassen kein „Vergessen“ ist
Viele denken: „Wenn ich loslasse, verliere ich auch die Bedeutung.“
Das stimmt nicht. Loslassen heißt: Das, was war, darf in Frieden sein – ohne dich weiter festzuhalten.
Dein nächster Schritt
Loslassen fällt leichter, wenn du verstehst, was dich im Kern noch bindet. Im Ursachen-Scan erkennst du, welche Programme dich festhalten – und wo du ansetzen kannst, um frei weiterzugehen.
„Ich will loslassen, aber kann nicht“ heißt nicht, dass du versagt hast. Es heißt nur, dass dein System Zeit und einen neuen Weg braucht. Und diesen Weg kannst du Schritt für Schritt gehen.
►► Starte jetzt deinen Ursachen-Scan und finde heraus, was dich noch festhält.
Vielleicht interessiert dich auch: „Innere Leere: Wenn alles läuft – und doch nichts ankommt“ und „Du willst Klarheit? Dann musst du dich trauen, hinzusehen – der Mut zur Selbsterkenntnis beginnt mit einem Spiegel“
Schreibe einen Kommentar