Warum triggert mich das so? – Wenn kleine Dinge große Gefühle auslösen

Warum triggert mich das so – Symbolbild für emotionale Reaktionen

Plötzlich macht es „klick“ – und du bist raus

Ein Satz, ein Blick, ein Kommentar. Kaum gesagt, spürst du, wie dein Puls hochschießt.

Du gehst in Angriff – oder in Rückzug. Und fragst dich danach: „Warum triggert mich das so?“

Das Verrückte: Oft hat es mit dem aktuellen Moment nur wenig zu tun.

Dein System erinnert sich an alte Verletzungen und reagiert, als wäre es jetzt wieder so. Der Auslöser ist klein – das Gefühl riesig.

Was hinter einem Trigger wirklich steckt

Trigger = gespeichertes Gefühl

Ein Trigger ist kein böser Knopf des anderen. Es ist ein altes Gefühl in dir, das auf ein Signal von außen anspringt.

Das Gehirn will dich schützen

Dein Kopf denkt: „Achtung, das kenn ich – Gefahr!“ und startet automatisch alte Programme: Angriff, Verteidigung, Flucht.

Deshalb fühlt es sich überzogen an

Objektiv ist es nur ein Satz. Subjektiv fühlt es sich an wie eine Wucht. Das liegt daran, dass alte Geschichten mitschwingen.

Warum triggert mich das so? 3 häufige Gründe

  1. Alte Botschaften, die noch wirken
    „Du bist nicht gut genug.“ „Sei nicht so empfindlich.“ Wenn heute jemand ähnliches sagt, reagierst du doppelt stark.
  2. Ungesehene Bedürfnisse
    Hinter Wut oder Verletzung steckt oft: „Ich will gesehen/gehört/ernstgenommen werden.“
  3. Erschöpfung & Stress
    Wenn du sowieso am Limit bist, springt dein Nervensystem viel schneller an.

Was du tun kannst, wenn dich etwas triggert

1) Stopp statt Reaktion

Nimm dir 3 Sekunden. Sag innerlich „Pause“. Allein das unterbricht den Automatismus.

2) Körper checken

Wo spürst du das? Bauch, Brust, Kehle? Kurz hinfühlen statt nur denken.

3) Gefühl benennen

„Ich bin verletzt/ängstlich/wütend.“ Benennen = entladen. Schon ein Satz reicht.

4) Neues Verhalten wählen

Nicht „alles runterschlucken“. Sondern z. B.: „Gib mir kurz Zeit, ich merke, das trifft mich.“ Das macht dich präsent – statt reaktiv.

Mini-Übung: 2-Minuten-Trigger-Reset

  1. Anhalten. Ein tiefer Atemzug, 3 Sekunden Stille.
  2. Farb-Check.
    • Laut, aufbrausend? → 3–5 lange Ausatemzüge.
    • Starr, kühl? → Arme lockern, Schultern bewegen.
  3. Ein Satz. „Gerade bin ich getriggert – und ich wähle, es bewusst zu fühlen.“

Warum Trigger auch Chancen sind

So unangenehm sie sind: Trigger sind Wegweiser. Sie zeigen dir, wo alte Gefühle noch wirken – und wo du wachsen kannst. Nicht, weil du „schuld“ bist, sondern weil dein System dir sagt: Hier steckt noch Energie.

Dein nächster Schritt

Wenn du verstehen willst, welche Muster dich am häufigsten triggern, mach den Ursachen-Scan. Er zeigt dir, wo deine alten Programme anspringen – und wie du sie Stück für Stück lösen kannst.

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